Razer OSVR

Razer OSVR

Razer ist hauptsächlich als Hersteller für Computerzubehör bekannt, das insbesondere für Gamer konzipiert ist. Seit einiger Zeit ist jedoch bekannt, dass das Unternehmen nun auch den Schritt in die Virtual-Reality-Szene wagt. Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2015 stellte Razer das Hacker Dev Kit erstmals vor. Die größte Besonderheit besteht darin, dass Razer mit dem Prototyp nicht nur die VR-Hardware liefert, sondern auch eine dazugehörige Open-Source-Software. Sie soll Entwicklern helfen, ihre eigenen VR-Erfahrungen zu kreieren.

Keine Konkurrenz zur Oculus Rift

Genau genommen hat sich Razer das Ziel gesetzt, mit OSVR (Open Source Virtual Reality) für die Virtual-Reality-Szene das zu erschaffen, was Google mit Android für den Smartphone-Markt gelungen ist. Min-Liang Tan ist der CEO von Razer. Seiner Meinung nach ist es notwendig, die virtuelle Realität als System für eine Vielzahl von Kreativen bereitzustellen, um die Entwicklung voranzutreiben. Aus diesem Grund rief er gemeinsam mit dem VR-Team von Sensics die Marke OSVR ins Leben.

Razer möchte mit OSVR nicht die Oculus Rift und dessen Konkurrenz angreifen, sondern mit einer Open-Source-Plattform dafür sorgen, dass das Thema VR weiterhin nach vorne getrieben wird. Auch Google tat einst mit Android nichts anderes, als ein unausgereiftes Betriebssystem auf den Markt zu bringen und es dann von seinen Partnern weiterentwickeln zu lassen. Erst Samsung, HTC und die anderen Smartphone-Entwickler sorgten dafür, dass Android zu dem wurde, was es heute ist. Dieselben Pläne verfolgt das Team hinter dem OSVR-Projekt von Razer.

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Besonderheiten und Features des Razer OSVR Headsets

Der Prototyp trägt den Namen OSVR Hacker Dev Kit und ist für etwa 250 US-Dollar erhältlich. Dazu gibt es die Entwicklungspläne, die für das Headmount-Display benötigt werden. In seiner Standardausführung ähnelt das Hacker Dev Kit von OSVR dem Design der Oculus Rift. Die größte Besonderheit besteht aber darin, dass das Headset mit allen Geräten und Plattformen kompatibel ist. Mit wenigen Handgriffen kann das Display nach hinten geschoben werden, damit in die davor angebrachte Halterung ein Tablet oder Smartphone eingebaut werden kann.

Der Prototyp bietet ein 5,5 Zoll großes Display mit 1080 Pixeln. Der Blickwinkel umfasst 100 Grad. Im System befinden sich außerdem ein Gyroskop- und ein Beschleunigungssensor. Durch die zwei verbauten Linsen unterscheidet sich der Prototyp am deutlichsten von anderen Systemen: Dank der Dual-Optik muss nicht wie etwa bei der Oculus Rift ein leichter Blur-Effekt an den Rändern in Kauf genommen werden. Das Bild wirkt dadurch insgesamt homogener.

Geringes Gewicht dank ausgelagerter Technik

Im Vergleich zu anderen VR-Headsets ist das Gewicht des Razer OSVR Headsets geringer. Das liegt daran, dass sich die meiste Technik in einem separaten Case befindet. Er wird an der Kleidung festgeklippt. Das Kabel ist nach einiger Zeit kaum noch zu spüren, stattdessen bemerkten die Testpersonen vor allem, dass der Tragekomfort aufgrund des geringen Gewichts sehr hoch ist.

Razer OSVR richtet sich nicht nur an Entwicklerstudios und Firmen

Razers CEO betont, dass sich der Prototyp von Razer OSVR nicht nur an Entwicklerstudios oder Firmen richtet, sondern an alle Gamer und Kreativen. Beliebige Geräte können entweder über den USB 3.0- oder einen der beiden USB 2.0-Ports angeschlossen werden. Für Entwickler werden gängige Game-Engine Plug-ins wie zum Beispiel die Unreal Engine 4, die HeroEngine und Unity3D verfügbar sein. Die ersten Unterstützer für OSVR hat Razer schon gefunden. Dazu gehören große Namen wie Sixense, Untold Games, Bosch, LeapMotion und Virtuix, welche ihren Support fest zugesagt haben. LeapMotion stellt eine Echtzeit Hand-Tracking-Technologie zur Verfügung, für die eine Kamera zum Einsatz kommt, die an der Vorderseite des Headsets fixiert wird. Das erlaubt es dem Nutzer, Gegenstände aus der virtuellen Welt genauso zu verwenden, wie er es mit realen Dingen tun würde. Außerdem wird die Plattform von der Open Gaming Alliance unterstützt.

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