LucidCam VR

LucidCam VR
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Sichtfeld180°°
Preis500 bis 600 USD
KompatibilitätFilme im MP4-Format; iOS und Android Apps verfügbar

Die LucidCam VR ist - wie der Name schon vermuten lässt - keine VR Brille, sondern eine Kamera die es ermöglichen soll, selbst Videos für VR Brillen aufzunehmen.

Bisher gingen die meisten Menschen davon aus, dass die Aufnahme von VR-Filmen nur gutbetuchten Experten vorbehalten sei. Die Entwickler der LucidCam möchten jedoch beweisen, dass auch das Gegenteil möglich ist, indem sie eine günstige Spezialkamera auf den Markt bringen.

Die Entwicklung der LucidCam war Han Jin eine Herzensangelegenheit

Es ist schon etwa ein Jahrzehnt her, dass ein Mann aus Kalifornien die Idee hatte, sich beim Surfen selbst zu filmen. Daher entwickelte er in Eigenregie eine stoßsichere und portable Kamera und ließ sie für Sportler kurz darauf in hoher Auflage produzieren. Vor einem Jahr ging er mit seiner Sportler-Kamera GoPro sogar an die Börse. Die Erfolgsgeschichte dieser Kamera lässt darauf hoffen, dass Han Jin als Co-Founder der LucidCam auch diese Kamera, die zum Erstellen von VR-Filmen gedacht ist, als massentaugliches Produkt auf dem Markt platzieren kann.

Han Jin wurde in China geboren, wuchs in Deutschland auf und zog schließlich in die USA, um dort an der University of California sein Studium zu beginnen. Schon bald fand er heraus, welche Probleme entstehen, wenn die eigenen Angehörigen und Freunde nahezu überall auf der Welt verstreut leben. Mit der LucidCam möchte Han Jin dafür sorgen, dass diese Entfernungen unwichtig werden. VR-Brillen wie die Oculus Rift oder das Google Cardboard helfen dabei, schöne Erlebnisse mit Freunden und Familienmitgliedern zu teilen, so als wären sie hautnah dabei, obwohl sie sich eigentlich am anderen Ende der Welt aufhalten. Um das möglich zu machen, benötigt man eine spezielle Kamera wie die LucidCam, die in der Lage ist, derartige VR-Filme aufzuzeichnen.

Funktionsweise der LucidCam

Die LucidCam nutzt dafür eine andere Methode als die bisherigen Modelle, wodurch sie preiswerter produzierbar ist. Normalerweise werden VR-Filme mit dutzenden Kameras aufgenommen, die allesamt auf einem festen Stativ montiert werden müssen. Nur so ist es möglich, ein 360-Grad-Sichtfeld zu realisieren. Anders verhält es sich bei der LucidCam: Die Kameralinsen sind in der Lage, ein stereoskopisches Bild mit einem Sichtfeld von 180 Grad zu erzeugen. Für die natürliche Tiefenwahrnehmung sorgt eine Anwendung, die im Hintergrund arbeitet und den parralax-Effekt verwendet.

Zwar ist die LucidCam lediglich in der Lage, ein Sichtfeld von 180 Grad aufzunehmen, allerdings werden sich die meisten Nutzer nicht daran stören. Das Team rund um Han Jin fand in einer Untersuchung mit mehr als 500 Testpersonen heraus, dass viele Menschen fast ausschließlich nach rechts und links sehen, ihren Kopf aber fast nie nach hinten drehen. Aus diesem Grund entschieden sich die Entwickler dazu, dass eine handliche und einfach zu verwendende VR-Kamera wie die LucidCam mit einem Aufnahmespektrum von 180 Grad ausreichend ausgestattet ist. Damit ist das Sichtfeld immer noch deutlich höher als das natürliche Sichtfeld des Menschen, das bei 70 Grad liegt.

Apps für die LucidCam stehen schon bereit

Die Devise „Einschalten und loslegen“ verfolgte das Startup rund um Han Jin schon bei der GoPro. Auch bei der Entwicklung der LucidCam wurde an dieser Devise festgehalten, weshalb die Kamera sehr simpel aufgebaut ist: Ein schlankes Gehäuse bietet Platz für die zwei Linsen, die parallel eine Szene aufzeichnen und so ein 180-Grad-Video erzeugen. Im Anschluss werden die fertigen VR-Filme im MP4-Format gespeichert. Eine teure VR-Brille braucht man zum Ansehen nicht, denn es stehen iOS- und Android-Apps für das Anschauen auf dem Cardboard von Google bereit.

Fazit

Professionelle Hollywoodspielfilme lassen sich aufgrund des eingeschränkten Sichtfelds mit der LucidCam selbstverständlich nicht drehen. Für junge Video-Filmer, die eher hobbymäßig als professionell VR-Filme aufnehmen möchten, ist die LucidCam aber allemal eine gelungene Alternative. Es lassen sich schnell und unkompliziert VR-Videos produzieren und anschließend mit Familienmitgliedern und Freunden teilen. Die VR-Kamera soll noch Ende 2015 auf dem Markt erscheinen. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 500 bis 600 US-Dollar.

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Eine Rezension für LucidCam VR:
  1. Thomas, 17. November 2016

    Hallo, toller Beitrag! Ich habe mich auch eine Vr-Kamera gekauft, um mal zu testen wie die eigenen Bilder und Videos auf der Brille wirken. Auf http://www.360GradKamera.de hab ich mir gibt es die neuen Kameramodelle mit den ganzen Parametern im Vergleich. Ich hab mich für die Ricoh Theta S entschieden, da diese gute Aufnahmen macht und nicht zu teuer ist. Viele Grüße! 🙂